Die Geschichte eines Remote-Unternehmens — Ein Interview mit Claudius Heitz

Inhalt:

  1. Wie /gebrüderheitz zu einem Remote-Unternehmen geworden ist
  2. Wie die Veränderung beim Rest vom Team ankam
  3. Zu 100% remote?

Wie wir ein Remote-Unternehmen geworden sind, hängt vor allem damit zusammen, dass ich aufgrund des Jobs meiner Frau von Freiburg nach Mannheim gezogen bin. Das war im Jahr 2012. Damals waren wir bei /gebrüderheitz nur wenig auf Remote Arbeit eingestellt. Zu dem Zeitpunkt habe ich zwei Tage von Mannheim aus gearbeitet, aber bin an drei Tagen mit dem ICE nach Freiburg gefahren. Das ging, war aber auch ein hoher Aufwand.

In der Zeit haben wir bei /gebrüderheitz gemerkt, dass man die Online-Zusammenarbeit mithilfe von bestimmten Tools verändern kann, sodass man ein tägliches ‚Vor-Ort-Treffen‘ eigentlich kaum noch braucht.

Durch diese Tools haben wir unsere Prozesse innerhalb der 6 ½ Jahren, in denen ich jetzt in Mannheim wohne, soweit optimiert, dass ich nur noch nach Freiburg fahre, wenn ich meine Kolleginnen und Kollegen mal wieder persönlich treffen möchte oder Kundenbesuche im Freiburger Büro geplant sind. Das ist aktuell nur noch ein- bis zweimal im Monat.

Die Veränderung kam großartig an, wir alle hielten die Umstellung auf Remote für eine gute Idee. Denn nicht nur bei mir gab es familiäre Veränderungen. Es kam dazu, dass einige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Nachwuchs bekommen haben und die Möglichkeit, im Home-Office arbeiten zu können, für diese eine tolle Option war.

Einige Zeit später, das war jetzt vor knapp 2 Jahren, kam hinzu, dass ein Mitarbeiter, der vorher als Freelancer für uns gearbeitet hat, gesagt hat, dass er sich gerne bei /gebrüderheitz anstellen lassen würde. Allerdings wohnte er in Norddeutschland, wo er auch weiterhin leben wollte. Wir hatten mit ihm bis dahin circa 3 Jahre als Freelancer gearbeitet, immer projektbasiert, mal mehr und mal weniger. Aber die Zusammenarbeit war immer super. Also haben wir ihn ins Team aufgenommen! Seither arbeitet er von Norddeutschland aus.

Der nächste Milestone kam dann, als wir unsere Zusammenarbeit mit einer Freelancerin aus Brasilien vertieft haben. Das hat uns die Herausforderungen, aber auch die Möglichkeiten der Remote Work nochmal nähergebracht.

Und nicht zu vergessen ist, dass mein Bruder Daniel immer schon gern gereist ist. Bei ihm hat das intensive Reisen auch im Jahr 2012 angefangen. Nach einem Praktikum in Kasachstan ist er öfter umhergereist, bis er mal mehr als ein halbes Jahr unterwegs war. Heutzutage wechselt sein Lebensmittelpunkt zwischen Berlin, Bulgarien und Mannheim.

Quasi. Ich würde sagen, wir sind zu 99% remote. Denn einmal im Jahr treffen wir uns alle auf unserem Workcamp und sprechen da über das vergangene Jahr, den Ist-Zustand und die Zukunft. Unser Workcamp 2019 fand in Mannheim statt und war ein sehr geselliges Treffen; eine tolle Möglichkeit, sich über wichtige Arbeitsthemen, aber auch mal privat auszutauschen!

Zudem treffen sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die am selben Ort sind, auch mal so zwischendurch. Sie sehen sich zum Beispiel, wenn sie an einem gemeinsamen Projekt arbeiten. Oder wenn sie einfach mal drauf Lust haben.

Remote zu arbeiten macht es auch um einiges einfacher, unser Netzwerk auszubauen. Wir haben die Möglichkeit, mit jeder Person, egal wo sie sich aufhält, in Kontakt treten und eine Zusammenarbeit zu beginnen. Geographische Grenzen sind, sozusagen, aufgehoben. Wir finden es großartig, auf diese Weise viele talentierte Menschen in unsere Projekte einbinden zu können. So bleibt die Reise unseres Unternehmens spannend.


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