Duzen im Kund*innenkontakt: Was sich ändert, wenn man "Du" statt "Sie" sagt

Warum beide Anredeformen im Kund*innenkontakt ihre Berechtigung haben, aber wir trotzdem das Du bevorzugen? Lasst uns drüber sprechen.

Auf unserer Website treten wir mit verschiedenen Menschen in Kontakt - mit vielen zum ersten Mal. Aus Gewohnheit und dem Brauch für Business-Erstkontakte entsprechend, kommunizieren wir hier schon immer mit dem Sie.

Als wir vor etwa 2 Jahren unseren Blog starteten, fühlte sich das Du für diesen Bereich natürlicher an. Denn dort wollen wir locker und persönlich sein und mit Gleichgesinnten ins Gespräch kommen. Das Gleiche gilt für unsere anderen Kommunikationskanäle wie Twitter, LinkedIn oder unseren Newsletter, auf denen wir auf Du-Basis kommunizieren.

Diese Entscheidung zeigt, dass mit der Ansprache Implikationen mitschwingen, die die Kommunikation beeinflussen: Das Sie steht eher für Seriosität und Geschäftliches, während das Du einen offenen, natürlichen Umgang auf Augenhöhe in sich fasst - eine Bedeutungsebene, die wir uns für unsere Kommunikation wünschen, weshalb wir uns auch im Team ausschließlich duzen.

In Zukunft wollen wir aber auch auf unserer Website zum Du übergehen, um unseren Wunsch nach partnerschaftlicher Arbeit auf Augenhöhe auch hier durch unsere Sprachwahl auszudrücken.

Wir sind übrigens nicht die einzigen, die sich vom Sie distanzieren und direkte Kommunikation bevorzugen: Lima-City zum Beispiel geht es ähnlich.

Vor allem im Kontakt mit unseren Kund*innen spüren wir einen bemerkenswerten Unterschied, wenn wir Du statt Sie sagen. Denn in über 10 Jahren Agenturleben haben wir die Erfahrung gemacht, dass die Du-Basis eine effektivere Kommunikation zulässt. Das Du hilft, Höflichkeitsbarrieren in der Sprache abzulegen und eindeutigere Botschaften zu formulieren, die nicht hinter formellen Floskeln und geschäftlichen Rangordnungen verloren gehen. Das macht in der gemeinsamen Arbeit viel aus.

Zudem haben wir festgestellt, dass uns das Du einen Austausch auf Augenhöhe erlaubt, der uns die Probleme und Bedürfnisse unserer Kund*innen besser verstehen lässt. Das liegt daran, dass wir klarer, direkter und transparenter miteinander sprechen, wodurch wir ein tieferes Verständnis für ihre Wünsche entwickeln können. Durch das Du können wir unsere Kund*innen besser darin unterstützen, ihre Ziele zu erreichen.

Auf diese Weise haben wir in unserer Agenturgeschichte viele langfristige und ehrliche Beziehungen aufgebaut, die auf Vertrauen und Transparenz basieren, in denen offene Kommunikation zu motivierten und schnellen Prozessen führt und die Menschen verbindet, die hinter den Projekten stehen.

Die Wahl der Ansprache ist nicht immer ein eindeutiger Indikator dafür, wie das Verhältnis zwischen zwei Menschen aussieht.

Schließlich können auch auf dem Sie wunderbare Beziehungen entstehen - oder zumindest anfangen, bis man aktiv zum Du übergeht. Und nur weil wir uns duzen, heißt das nicht zwangsläufig, dass wir uns gut verstehen. Eine Vertrauensbasis muss immer erst erarbeitet werden und kann sich nicht nur durch die Wahl der Ansprache regeln lassen.

Am Ende ist es uns als Dienstleister*innen ein Herzensthema, hochwertige Lösungen für Sie und Dich zu finden - egal, wie wir uns gegenseitig ansprechen.

Wir wollen allerdings, dass der Austausch zwischen uns und unseren Kund*innen respektvoll verläuft und wir uns gegenseitig als Menschen wahrnehmen, die gemeinsam am gleichen Ziel arbeiten. Da diese Art von Verhältnis durch das Du impliziert wird, freuen wir uns über jedes Du, das uns angeboten wird.